Information des Sächsischen Städte- und Gemeindetages e. V./Sächsisches
Staatsministerium für Finanzen:


Reform der Grundsteuer – aktuelle Informationen


Ab 2025 wird die Grundsteuer neu berechnet. Dafür werden ab 2022 alle Grundstücke in
Deutschland neu bewertet. Zum ersten Mal wird die auf den neuen Grundsteuerwerten
basierende Grundsteuer ab dem 1. Januar 2025 zu zahlen sein. Bis dahin gelten die
bisherigen Einheitswerte und Grundsteuermessbeträge weiter.


Für die neue Grundsteuer ab 2025 ist vom 1. Juli bis 31. Oktober 2022 für jedes Grundstück
bzw. jeden Betrieb der Land- und Forstwirtschaft (dazu zählen auch einzelne land- und
forstwirtschaftliche Flächen) vom Eigentümer eine Steuerklärung beim zuständigen
Finanzamt abzugeben. Bei Grundstücken, die mit einem Erbbaurecht belastet sind, ist der
Erbbauberechtigte erklärungspflichtig.

Informationsschreiben im II. Quartal 2022
der sächsischen Finanzämter an die Eigentümer von Grundstücken in Sachsen


Die Finanzämter werden im II. Quartal 2022 (voraussichtlich Ende April bis Anfang Juni 2022)
Informationsschreiben an die Grundstückseigentümer versenden. Neben dem Aktenzeichen
werden auch die Bezeichnung des Flurstücks bzw. eines Großteils der Flurstücke, die unter
dem Aktenzeichen gespeichert sind, aus dem Informationsschreiben ersichtlich. Darüber
hinaus wird der Ablauf erläutert, Telefonnummern für Fragen bei den Finanzämtern benannt
und auch auf das Grundsteuerportal Sachsen verwiesen, in dem für die Erklärung wichtige
Daten zum Grundstück (z. B. Gemarkungsnummer, Flurstücksnummer, amtliche Fläche,
Bodenrichtwert bzw. Ertragsmesszahl) aufgerufen werden können. Das Grundsteuerportal
Sachsen wird voraussichtlich ab 1. Juli 2022 freigeschaltet.
Bei Miteigentum ist es möglich, dass kein Informationsschreiben eingeht. In diesem Fall
wurde ggf. ein anderer Miteigentümer angeschrieben.


Abgabe der Erklärung ab 1. Juli 2022


Die Erklärung können Sie über ELSTER ab dem 1. Juli 2022 kostenlos und elektronisch
abgeben. Dafür benötigen Sie ein Benutzerkonto. Sofern Sie noch kein solches Konto
besitzen, können Sie es bereits jetzt beantragen. Sollten Sie bereits ein Benutzerkonto
besitzen, das Sie z. B. für Ihre Einkommensteuererklärung benutzen, können Sie es auch für
die Grundsteuer verwenden. Sie können über ELSTER Feststellungserklärungen auch für eine
andere Person (z. B. in Betreuungsfällen, für die Eltern usw.) übermitteln. Sie müssen für
diese Person keine zusätzliche Registrierung in ELSTER vornehmen.


Informationen zum ELSTER-Portal finden sie unter: www.elster.de


Das Finanzamt setzt den Grundsteuerwert und den Grundsteuermessbetrag fest. Nach
Vorliegen der neuen Grundsteuermessbeträge (voraussichtlich Ende 2023/Anfang 2024)
können sich die sächsischen Gemeinden mit der »neuen« Grundsteuer auseinandersetzen.
Sie werden prüfen, ob sie ihre Hebesätze anpassen müssen. Anschließend werden sie die
neuen Grundsteuerbescheide versenden. Die neu berechnete Grundsteuer ist dann ab dem
1. Januar 2025 zu zahlen.
Einzelanfragen zur künftigen Grundsteuerhöhe kann ihre Stadt oder Gemeinde derzeit nicht
beantworten. Die Städte und Gemeinden können die Hebesätze für das Jahr 2025 erst
festsetzen, wenn hierfür die Messbeträge der Grundstücke im Gemeindegebiet vorliegen.
Voraussichtlich können die erforderlichen Entscheidungsprozesse somit erst im 2. Halbjahr
2024 begonnen werden.


Informationen zur Grundsteuerreform in Sachsen finden Sie unter:
www.grundsteuer.sachsen.de